Auszeichnung für die Eschhofschule

Oberschule in Lemwerder jetzt offiziell „Schule ohne Rasssismus – Schule mit Courage“

V.l.: T. Tharumalingam, B. Santhepaan, V. Asche und A. Diercks mit den Landeskoordinatorinnen des Projektes, Fr. Schnepf und Fr. Wilken.

„Schule ohne Rassismus- Schule mit Courage“ – dieses Schild ziert bald den Eingangsbereich der Eschhofschule Lemwerder. Der Grund für die Auszeichnung, die sich die kleine Oberschule nun mit vielen Schulen in Deutschland teilt, war das Engagement der Schülervertretung.


Bei einer feierlichen Titelverleihung im Rahmen eines interkulturellen Sommerfestes wurde am 2. Juli das Schild von den Landesvertreterinnen des von der Niedersächsischen Kultusministeriums geförderten Projekts, Frau Schnepf und Frau Wilken, an die Schule übergeben. Stellvertretend für das Engagement aller Beteiligten nahmen der Schulleiter Andreas Diercks, der SV-Beratungslehrer Volker Asche, die Sozialpädagogin Bhavithira Santhepaan und der Projekt-Pate Thulasi Tharumalingam die Auszeichnung entgegen.

Die Idee, sich an der Schule mit dem Thema Rassismus zu beschäftigen, entstand zu Beginn des Schuljahres aus aktuellem Anlass. Gewalttätige Ausschreitungen und rechte Gewalt in der ostdeutschen Stadt Chemnitz gingen durch alle Medien. Vor allem das daraus resultierende Konzert „Wir sind mehr“ als Zeichen gegen Fremdenhass, auf dem viele Stars der deutschen Musikszene auftraten, beeindruckte die Schülerinnen und Schüler. In einer großen Sitzung der Schülervertretung kam die Idee auf, auch als Schule ein Zeichen der Toleranz zu setzen. Ein Zeichen gegen Ausgrenzung und Rassismus.

Mit Unterstützung der Sozialpädagogin und dem Beratungslehrer setzte die Schülervertretung durch, dass die Eschhofschule bei dem Projekt „Schule ohne Rassismus“ mitmacht.

Schulen erhalten die Auszeichnung vom Kultusministerium, wenn sich 70 Prozent aller an der Schule tätigen Personen per Unterschrift dazu bekennen, sich für eine weltoffene Schule ohne Rassismus einzusetzen. Diese prozentuale Hürde wurde spielend von der Eschhofschule genommen.

Der Titel „Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage“ ist jedoch keine Auszeichnung in dem Sinne, sondern vielmehr eine Verpflichtung. Alle an der Schule tätigen Personen übernehmen Verantwortung für das Klima an der Schule, indem sie sich bewusst gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt wenden.


Das Schild im Eingansgbereich wird nach außen zeigen, dass in der Eschhofschule der Gedanke „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ nicht nur gezeigt sondern gelebt wird. Alle Menschen sind gleich und haben dieselben Rechte und sollen einander achten und diese Rechte bewahren.

Diesen Gedanken teilt auch Thulasi Tharumalingam, der Projekt-Pate der Eschhofschule. Der aus Schwanewede stammende Profiboxer mit indischen Wurzeln, der für den Wüstenstaat Katar an Olympischen Spielen 2016 in Rio teilgenommen hat, setzt sich nicht nur in seinem Sport für ein faires Miteinander ein.


V.l.: T. Tharumalingam, B. Santhepaan, V. Asche und A. Diercks bekommen die Auszeichnung von Fr. Wilken und Fr. Schnepf überreicht.

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