Wenn Unterricht auf die schiefe Bahn führt

Wenn ein Auto von A nach B fährt, dann muss es auf seiner Fahrt zum Ziel häufig schneller werden, dann muss es wegen einer Ampel wieder abbremsen usw…. Das Auto bewegt sich also ungleichförmig.
Viele Körper in unserer Umwelt bewegen sich ungleichförmig. Es galt also im Physikunterricht auch mal eine ungleichförmige Bewegung genauer zu untersuchen.

Dazu verwendeten wir eine Schiene und erhöhten diese auf einer Seite, so dass ein Wagen diese „schiefe Bahn“ (der Lehrer sagte „schiefe Ebene“) hinunterfuhr.

Der Wagen wurde am Startpunkt losgelassen, durchlief eine Lichtschranke und startete die Stoppuhr. Beim Durchfahren der zweiten Lichtschranke stoppte die Uhr wieder. Es wurden die Zeiten gemessen, die der Wagen auf der Abfahrt für 10 cm, für 20 cm, für 30 cm usw. benötigt. Wir haben dazu die Lichtschranke vor jeder Messung

verschoben, die zurückgelegten Streckenabschnitte bestimmt und die benötigten Zeiten in einer Tabelle eingetragen.

Wie haben erkannten, dass der Wagen wird kontinuierlich schneller wurde – es handelt sich also um eine beschleunigte Bewegung. Die aufgenommenen Werte wurden anschließend von uns mit Hilfe eines Tabellenkalkulationsprogramms graphisch ausgewertet.

Zurückgelegte Strecke s in Abhängigkeit von der Zeit t

Auswertung des Diagramms

Anhand dieses Diagramms konnte die Lerngruppe erkennen, dass es keinen linearen Zusammenhang zwischen der zurückgelegten Strecke und der dafür benötigten Zeit gibt. Die Steigung ist nicht konstant, sondern nimmt zu. Für dieselben Strecken wird immer weniger Zeit benötigt, der Wagen besaß also eine höhere Geschwindigkeit!

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